Integration, Organisation, Evaluation bei Post Merger Prozessen.

Integration ist nur der Anfang.

Integration Post Merger Prozessen
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Die Integration zweier Organisationsbereiche beispielsweise nach einer Unternehmensfusion, ist der wohl relevanteste Erfolgsfaktor, um die angestrebten Ziele des Mergers zu erreichen. Die Umsetzung der folgenden Schritte ist dabei die Voraussetzung für den erfolgreichen Abschluss des Integrationsvorhabens. Das Ziel sollte es sein, eine schlagkräftige Gesamtorganisation zu schaffen, um zu verhindern, dass die Teilorganisationen gegeneinander arbeiten. Für ein erfolgreiches Integrationsmanagement sind zwei wichtige Punkte zu beachten: Die Wahl der richtigen Personen, die mit der Integration betraut sind und die Erarbeitung eines starken Post Merger Integrations Plans. Essenziell dafür ist eine aktive Unterstützung durch die Geschäftsleitung. Nur so können Widerstände innerhalb der Belegschaft beigelegt werden und die notwendigen Ressourcen für die Integration bereitgestellt werden. Der Integrationsplan kann allerdings aufgrund der enormen Komplexität und der Dynamik der Post Merger Integration nicht bis ins letzte Detail im Voraus erarbeitet werden, sondern muss mit wachsendem Wissensstand immer wieder vervollständigt und ergänzt werden. Trotzdem sollte ein Grundgerüst zu Beginn des Projektes verfasst werden, um die wesentlichen Arbeitsschritte, Meilensteine und Verantwortlichkeiten frühzeitig festzulegen. Mit diesem Plan steht die Ausgangsbasis, nicht nur für die spezifische Planung, sondern auch für die Fortschritts- und Erfolgskontrolle der Post Merger Integration.

Die Führungsorganisation einer PMI.

Das Integrationsmanagement hat die Aufgabe, die Rahmenstruktur des zukünftigen Gesamtunternehmens zu gestalten. Dabei gilt es, die Kompetenzen für die Zukunft zu verteilen. Welche Aufgaben sollen auf Ebene der Unternehmensleitung und welche auf operativer Ebene angesiedelt werden? Danach stellt sich die Frage, wie die organisatorische Gestaltung der operativen Unternehmensebene aussehen soll. Neben diesen Strukturen müssen auch die neuen Planungs- und Reportingprozesse verankert werden. Diese Prozesse bilden das Fundament für den Fortschritt der Integrationsumsetzung und bieten im Zweifelsfall die Möglichkeit, Fehlentwicklungen rechtzeitig gegenzusteuern. Nur so kann der Integrationsfortschritt verlässlich dokumentiert werden. Steht das Konzept für die Umsetzung und wurde dieses zwischen Geschäftsführung und den operativen Unternehmenseinheiten abgestimmt, müssen die Führungspositionen besetzt werden. Zunächst wird die Geschäftsführung des neuen Unternehmens besetzt, die anschließend die nächste Ebene benennt. Die Fairness eines solchen Besetzungsprozesses ist entscheidend für die Akzeptanzbildung innerhalb der Organisation. Besonders wichtig ist es, den Leistungsträgern eines Unternehmens frühzeitig klare und konkrete Perspektiven zu vermitteln und ihnen ihre zukünftige Rolle im Unternehmen zu verdeutlichen. Diese aktive Einbindung in die Planung der Post Merger Integration steigert die Bindung zwischen Unternehmen und Mitarbeitern. Andernfalls lässt sich häufig beobachten, wie Mergers & Acquisitions zu Verunsicherungen unter den Mitarbeitern führen und sie im schlimmsten Fall dazu verleiten können, sich beruflich neu zu orientieren.

Die Belegschaft im Zentrum der Post Merger Integration.

Die Belegschaft der fusionierten Unternehmen ist eine zusätzliche Herausforderung für das Integrationsmanagement. Eine Integrationsvision für die Mitarbeiter beider Unternehmen zu erarbeiten, zu kommunizieren und umzusetzen, ist der wesentliche Aufgabenbereich der Post Merger Integration. Das Ziel ist es, die Mitarbeiter zu motivieren, für das Integrationsvorhaben zu begeistern und ihnen Orientierung zu geben. Um diese Vision auch in die Praxis zu führen, bietet ein erfolgreiches Integrationsmanagement zielgerichtete Schulungen an, um die Mitarbeiter für die zukünftigen Aufgaben zu befähigen und sie zu proaktiven Teilnehmern der Transaktion zu machen.

 

Noch Fragen zur Post Merger Integration?

Das Ziel zu Beginn jedes PMI Prozesses ist die Auswahl der geeigneten Personen für das Integrationsmanagement und das Konzipieren eines detaillierten Integrationsplans. In der Initiierungsphase der Post Merger Integration wird aus den angestrebten Synergiezielen ein konkreter, realisierbarer Plan, um die Unternehmen zu harmonisieren und die Ziele der M&A Strategie im Tagesgeschäft umzusetzen. Da zum Zeitpunkt der Initiierung meist noch nicht alle notwendigen Informationen vorliegen, muss der Plan während der PMI laufend aktualisiert und ausgearbeitet werden.

Die zentrale Aufgabe, mit der sich das Management der Post Merger Integration befasst, ist die Gestaltung einer Rahmenstruktur für das zukünftig gemeinsam operierende Unternehmen. Teil dessen ist die Kompetenzverteilung und die organisatorische Gestaltung der operativen Prozesse. Besonders die Kommunikation mit der Belegschaft steht im Zentrum. Ein effizientes und empathisches Change-Management ist dabei essentiell.

Die Basis der Fortschritts- und Erfolgskontrolle einer PMI ist der angefertigte Integrationsplan. In diesem werden die Ziele und Meilensteine von Mergers & Acquisitions festgehalten und ein grober Zeitplan konzipiert. Werden die Schritte der Post Merger Integration regelmäßig mit diesem Integrationsplan verglichen, bietet das dem Unternehmen nicht nur die Möglichkeit, den Fortschritt zu dokumentieren, sondern auch bei Problemen und Risiken früh gegenzusteuern.