Risikomanagement in Projekten

Risikomanagement Projekt

Was gehört alles zu einem umfassenden Risikomanagement in Projekten dazu? Wir betrachten das Thema mit dem Fallbeispiel eines ERP-Projektes.

ERP-Projekte erfordern eine sorgfältige Planung und Umsetzung, da sie oft tiefgreifende Auswirkungen auf nahezu alle Geschäftsbereiche deines Unternehmens haben. Aufgrund ihrer Komplexität und der Vielzahl an Beteiligten und Prozessen sind ERP-Projekte besonders anfällig für Risiken. Ohne ein strukturiertes ERP-Risikomanagement können unvorhergesehene Herausforderungen schnell zu erheblichen Verzögerungen, Kostenüberschreitungen und Qualitätsproblemen führen, was letztlich den Erfolg des gesamten Projekts gefährdet. 

Ein durchdachtes Risikomanagement bietet Unternehmen die Möglichkeit, potenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und proaktiv zu steuern, um das Projekt im Zeit- und Budgetrahmen zu halten.

Risikomanagement ist essentiell für ERP-Projekte

Ein umfassendes Risikomanagement ist entscheidend, um den Erfolg von ERP-Projekten sicherzustellen. So schützt du dein Unternehmen vor unerwarteten Schwierigkeiten. Solche Projekte gehen mit großen Investitionen einher. Ein mangelhaftes oder nicht vorhandenes Risikomanagement kann dazu führen, dass diese Investitionen nicht den gewünschten Erfolg bringen. 

Durch die Identifikation und Analyse möglicher Risiken kann das Projektteam frühzeitig Maßnahmen ergreifen, um negative Auswirkungen zu minimieren und eine stabile Grundlage für die ERP-Implementierung zu schaffen.

Die wichtigsten Vorteile eines strukturierten Risikomanagements:

  1. Frühzeitige Erkennung von Risiken
  2. Kosteneinsparungen durch Prävention
  3. Erhöhung der Projekttransparenz
  4. Sicherung der Projektqualität

Durch ein solides Risikomanagement wird das Projekt besser steuerbar, und das Risiko unvorhergesehener Rückschläge wird minimiert.

Typische Risiken und Herausforderungen in ERP-Projekten

Komplexe ERP-Projekte bergen eine Vielzahl von Risiken, die den Erfolg oder Misserfolg der Implementierung beeinflussen. Diese Risiken sind sowohl technischer als auch organisatorischer Natur und können zu schwerwiegenden Auswirkungen auf die Projektqualität, -zeit und -kosten führen. 

Das Risikomanagement im ERP-Projekt sollte daher alle potenziellen Risiken, von der Technologie bis zur Akzeptanz der Endnutzer, im Blick haben und entsprechende Maßnahmen zur Risikominimierung festlegen.

RisikoBeschreibung
Budgetüberschreitungen und KostenrisikenUnvorhergesehene Kosten können das Projektbudget schnell sprengen, insbesondere durch nachträgliche Anpassungen oder zusätzlichen Ressourcenbedarf.
Zeitverzögerungen und TerminüberschreitungenVerzögerungen bei der Implementierung, unerwartete technische Herausforderungen oder mangelhafte Mitarbeit führen zu erheblichen Zeitverzögerungen.
Datenintegrität und -migrationFehler in der Datenmigration und mangelnde Datenqualität können das ERP-System beeinträchtigen und zu falschen Analysen und Entscheidungen führen.
Technische Risiken und SystemkompatibilitätSchwierigkeiten bei der Integration in bestehende Systeme oder technische Fehler während der Implementierung können den Projekterfolg gefährden.
NutzerakzeptanzWenn die Endnutzer das neue System nicht akzeptieren oder Schwierigkeiten mit den neuen Prozessen haben, kann dies die Produktivität und Effizienz des ERP-Systems erheblich beeinträchtigen.
Mangel an Ressourcen und fehlende KompetenzenDer Mangel an erfahrenen Fachkräften oder speziellen Kompetenzen verlangsamt den Projektfortschritt und beeinträchtigen die Qualität der Implementierung.

Ziele und Fokus des Risikomanagements im ERP-Projekt

Das Risikomanagement in einem ERP-Projekt verfolgt das Ziel, alle Risiken frühzeitig zu identifizieren, zu bewerten und durch gezielte Maßnahmen zu minimieren oder zu eliminieren. Somit liegt der Fokus des Risikomanagements darauf, das Projektteam und das Management kontinuierlich über mögliche Risiken zu informieren und proaktive Maßnahmen zu entwickeln, um das Projekt auf Kurs zu halten. 

Am Ende bedeutet Risikomanagement  nicht nur, negative Auswirkungen zu verhindern. Gleichzeitig gilt es, ein Projekt durch eine vorausschauende Planung so zu steuern, dass dein Unternehmen langfristig vom ERP-System profitiert.

Ziele des Risikomanagements sind:

  • Minimierung von Zeit- und Kostenüberschreitungen: Sicherstellen, dass ein ERP-Projekt im Rahmen des geplanten Zeit- und Kostenbudgets bleibt.
  • Erhöhung der Systemqualität und -stabilität: Vermeidung technischer Fehler und Sicherstellung, dass das ERP-System reibungslos funktioniert.
  • Sicherung der Datenqualität und -sicherheit: Gewährleistung, dass die Datenmigration fehlerfrei verläuft und alle Daten korrekt übertragen werden.

Bestandteile des Risikomanagements

Ein umfassendes Risikomanagement in ERP-Projekten besteht aus mehreren Teilen. Es geht darum, potenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen, gründlich zu analysieren und zu kontrollieren. Durch den strukturierten Einsatz im ERP-Projektmanagement lassen sich negative Auswirkungen auf Zeitplan, Budget und Qualität minimieren.

Risikoidentifikation, Klassifikation, Analyse und Bewertung

Der erste Schritt im Risikomanagement ist die systematische Erfassung potenzieller Risiken, die das Projekt beeinflussen (könnten). Anschließend werden diese Risiken anhand ihrer Art und potenziellen Auswirkungen klassifiziert und detailliert analysiert. Eine gründliche Risikoidentifikation bildet die Grundlage für alle weiteren Maßnahmen.

Methoden zur Risikoidentifikation und -klassifikation:

  • Brainstorming und Workshops: Einbeziehung aller relevanten Stakeholder, um Risiken aus verschiedenen Perspektiven zu identifizieren.
  • Checklisten und historische Daten: Nutzung von Checklisten und Erfahrungswerten aus ähnlichen Projekten zur Erkennung typischer Risiken.
  • Interviews und Fragebögen: Direkte Gespräche mit Teammitgliedern, Führungskräften und externen Beratern, um spezifische Risiken aufzudecken.
  • Projekterfahrung: Es gibt keine Methode oder Verfahren, welche fundierte Erfahrungswerte aus vergangenen Projekten ersetzt. Die wirklichen Auswirkungen und Prognosen sind das einzigartige Wissen, was erfahrene ERP Consultants mitbringen. 

Im Anschluss erfolgt die Risikoanalyse und -bewertung, bei der ermittelt wird, wie wahrscheinlich ein Risiko eintritt und welche Auswirkungen es haben könnte.

Methoden der Risikoanalyse und -bewertung:

  • Qualitative Risikoanalyse: Einschätzung anhand von Erfahrungswerten und Expertenmeinungen zur groben Priorisierung.
  • Quantitative Risikoanalyse: Einsatz statistischer Methoden, um Eintrittswahrscheinlichkeiten und potenziellen Schaden messbar zu machen.
  • Risikomatrix: Bewertung und Priorisierung der Risiken nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenspotenzial.

Risikokontrolle und Monitoring

Die Risikokontrolle umfasst die Entwicklung und Umsetzung gezielter Maßnahmen zur Reduktion oder Vermeidung identifizierter Risiken. Durch kontinuierliches Monitoring wird überprüft, ob diese Maßnahmen wirksam sind und neue Risiken frühzeitig erkannt werden.

Schritte der Risikokontrolle und des Monitorings:

  • Definition von Kontrollmaßnahmen: Entwicklung spezifischer Maßnahmen zur Minimierung der Risiken.
  • Echtzeit-Überwachung: Einsatz digitaler Tools zur kontinuierlichen Visualisierung und Kontrolle des Risikoportfolios im Projektverlauf.

Dokumentation und Nachverfolgbarkeit von Risiken

Eine systematische Dokumentation aller identifizierten Risiken sowie der umgesetzten Maßnahmen sorgt für Transparenz und Nachvollziehbarkeit im ERP-Risikomanagement.

Wichtige Aspekte der Risikodokumentation:

  • Risikoregister: Zentrale Erfassung aller identifizierten Risiken, Bewertungen und Steuerungsmaßnahmen.
  • Änderungsprotokolle: Protokollierung aller Anpassungen im Risikoportfolio, um Entwicklungen nachvollziehbar zu machen.
  • Berichte und Reporting: Regelmäßige Statusberichte an das Management über Risiken und Maßnahmen.

Kommunikation und Risikobewusstsein im Projektteam

Ein effektives Risikomanagement im ERP-Projekt lebt von offener Kommunikation und dem Risikobewusstsein im ERP-Team. Durch transparente Informationsweitergabe werden alle Teammitglieder befähigt, Risiken frühzeitig zu erkennen und zu melden.

Strategien zur Schaffung von Risikobewusstsein:

  • Schulungen und Workshops: Regelmäßige Trainings zu Risikomanagement und -prävention stärken das Bewusstsein im Team.
  • Transparente Risikokommunikation: Offener Austausch über bestehende Risiken und deren potenzielle Auswirkungen.
  • Förderung einer offenen Fehlerkultur: Schaffung eines Umfelds, in dem Risiken und (potenzielle) Fehler ohne Sanktionen oder Angst angesprochen werden können.

Methoden zur Risikobewältigung

Die Wahl der richtigen Methoden zur Risikobewältigung ist entscheidend, um die Risiken in deinem ERP-Projekt effektiv zu steuern. Ein strukturierter Risikomanagementprozess sorgt dafür, dass du Risiken frühzeitig erkennst, analysierst und gezielt darauf reagierst. Mit bewährten Verfahren kannst du potenzielle Risiken minimieren und ihre Auswirkungen auf den Projektverlauf begrenzen. Wichtige Strategien umfassen Frühwarnsysteme, regelmäßige Risiko-Reviews, Maßnahmen zur Risikominderung und eine vorausschauende Kontingenzplanung.

Frühwarnsysteme und Risiko-Reviews

Frühwarnsysteme und regelmäßige Risiko-Reviews sind unerlässlich, um Risiken frühzeitig zu identifizieren und schnell zu handeln. Frühwarnsysteme überwachen kontinuierlich Risikofaktoren und ermöglichen es deinem Projektteam, rechtzeitig auf aufkommende Risiken zu reagieren. Regelmäßige Risiko-Reviews bieten die Gelegenheit, das Risikoportfolio zu überprüfen und bestehende Maßnahmen anzupassen:

  • KPI-basierte Überwachung: Festlegung spezifischer Kennzahlen (KPIs) wie Zeit- und Budgetabweichungen, die auf potenzielle Risiken hinweisen.
  • Automatisierte Alerts: Automatische Benachrichtigungen beim Überschreiten von Schwellenwerten.
  • Risiko-Review-Meetings: Regelmäßige Besprechungen zur Aktualisierung des Risikoportfolios und zur Überprüfung der Maßnahmen.

Verfahren zur Risikominderung und -vermeidung

Während die Risikominderung darauf abzielt, die Wahrscheinlichkeit oder das Ausmaß eines Risikos zu verringern, geht es bei der Risikovermeidung darum, Risiken vollständig auszuschließen. Je nach Art des Risikos wählst du die passende Methode wie z.B.:

  • Prozessanpassungen: Optimiere bestehende Prozesse, um Fehlerquellen und Schwachstellen zu vermeiden.
  • Ressourcenerweiterung: Setze zusätzliche Ressourcen ein, etwa durch personelle Unterstützung oder finanzielle Mittel, um kritische Bereiche abzusichern.

Kontingenzplanung: Vorbereitungen für den Ernstfall

Kontingenzplanung ist ein wesentlicher Bestandteil der Risikobewältigung. Sie sorgt dafür, dass du für den Fall, dass ein Risiko eintritt, bereits präventive Maßnahmen parat hast. So kannst du schnell reagieren und den Projekterfolg sichern.

Bestandteile einer erfolgreichen Kontingenzplanung:

  • Notfallpläne: Detaillierte Notfallpläne, die festlegen, welche Schritte bei einem Risikoereignis zu unternehmen sind.
  • Risikoreserven: Bereitstellung zusätzlicher Ressourcen, die im Ernstfall mobilisiert werden können.
  • Kritische Faktoren: Bestimme, welche Faktoren im Falle eines Risikos geschützt werden müssen, um das Projekt stabil zu halten.

Risikoübertragung: Absicherung durch externe Partner

Bei besonders risikoreichen Bereichen kann es sinnvoll sein, bestimmte Risiken an externe Partner zu übertragen. Das geschieht meist durch vertragliche Vereinbarungen, bei denen der Partner im Falle eines Risikos die Verantwortung übernimmt.

Typische Verfahren zur Risikoübertragung:

  • Outsourcing: Übergabe von risikobehafteten Aufgaben an externe Dienstleister, die über das nötige Fachwissen verfügen.
  • Versicherungen: Abschluss von spezialisierten Versicherungen, um dich gegen finanzielle Verluste durch Verzögerungen oder Ausfälle abzusichern.
  • Vertragliche Risikoübernahme: Vereinbarungen, bei denen Partner für bestimmte Risiken die Haftung übernehmen, z. B. für Systemintegration oder Datenmigration.
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Bewertungsmatrizen zur Risikoanalyse im ERP-Projekt

Die Bewertung und Priorisierung von Risiken ist ein entscheidender Schritt im Risikomanagement deines ERP-Projekts und damit verbundener ERP-System Einführung. Bewertungsmatrizen bieten eine strukturierte Methode, Risiken nach Wahrscheinlichkeit und Auswirkungen zu analysieren. Sie ermöglichen deinem Team, gezielt Maßnahmen zur Risikobewältigung zu priorisieren. Häufig kommen qualitative und quantitative Ansätze wie die Risikomatrix, Szenarioanalysen und Entscheidungsmatrizen zum Einsatz.

Bei der qualitativen Risikobewertung werden Risiken anhand ihrer Schwere und Wahrscheinlichkeit eingestuft. Fachwissen und Erfahrungen dienen als Grundlage dafür. Im Gegensatz dazu basiert die quantitative Risikobewertung auf Daten, wie beispielsweise Kosten oder Zeit, um die Auswirkungen und Wahrscheinlichkeiten präzise zu berechnen. Die Kombination beider Ansätze sorgt für eine fundierte Risikoeinschätzung und gezielte Reaktionen.

Die Risikomatrix: Priorisierung und Bewertung von Risiken

Die Risikomatrix visualisiert Risiken und hilft, sie nach Wahrscheinlichkeit und Auswirkungen zu priorisieren. So erkennt dein Team schnell, welche Risiken am dringendsten sind.

Der Aufbau einer solchen Risikomatrix ist simpel:

  • Achsen: Die x-Achse zeigt die Wahrscheinlichkeit, die y-Achse die Auswirkungen.
  • Kategorisierung: Risiken werden als „hoch“, „mittel“ oder „gering“ eingestuft.
  • Priorisierung: Risiken mit hoher Wahrscheinlichkeit und starken Auswirkungen erhalten höchste Priorität.

Szenarioanalyse: Vorbereitung auf verschiedene Risikoszenarien

Die Szenarioanalyse simuliert mögliche Entwicklungen und deren Auswirkungen auf dein Projekt. Sie hilft, zu verstehen, wie sich unterschiedliche Szenarien auswirken und ermöglicht eine gezielte Planung.

Schritte der Szenarioanalyse:

  1. Szenarien definieren: Entwickle Szenarien z.B. „Best Case“, „Worst Case“ und „Most Likely Case“.
  2. Bewertung: Wie würde jedes Szenario Kosten, Zeit und Qualität beeinflussen?
  3. Maßnahmen: Handlungsoptionen zur Risikominderung für jedes Szenario.

Entscheidungsmatrix für die Risikosteuerung

Die Entscheidungsmatrix hilft dir, die beste Strategie für dein ERP-Risikomanagement zu erarbeiten, indem verschiedene Lösungsansätze nach Kriterien wie „Kosten“ und „Wirksamkeit“ bewertet werden.

Beispielhafter Aufbau einer Entscheidungsmatrix:

  • Kriterien festlegen: Bestimme die relevanten Bewertungsmaßstäbe.
  • Optionen bewerten: Bewerte die Optionen anhand dieser Kriterien.
  • Entscheidung treffen: Die beste Option wird durch Abwägung ermittelt.

Ampelsysteme und Heatmaps

Ampelsysteme und Heatmaps bieten eine visuelle Übersicht über das Risikoportfolio deines Projekts und erleichtern das Management und Monitoring.

Bestandteile:

  • Ampelsystem: Risiken werden in „Grün“, „Gelb“ und „Rot“ eingeteilt, sodass dein Team sofort erkennt, welche Risiken am dringlichsten sind.
  • Heatmap: Sie zeigt das Risikoportfolio farblich und verdeutlicht die Schwere der Risiken.

Durch Ampelsysteme und Heatmaps erhältst du schnell einen klaren Überblick und kannst gezielt auf die wichtigsten Risiken reagieren.

Software zur Unterstützung des Risikomanagements

Die Nutzung von unterstützender Software ist erfolgskritisch für das Risikomanagement in deinem ERP-Projekt. Sie ermöglichen eine strukturierte Erfassung, Bewertung und Überwachung von Risiken in Echtzeit.  Projektmanagement-Software bietet dir zahlreiche Funktionen zur Planung und Kontrolle. Dank moderner Software kannst du komplexe Risikoanalysen effizient durchführen und Anpassungen schnell vornehmen. Besonders in großen ERP-Projekten erleichtern diese Tools auch die Kommunikation und Dokumentation.

Projektmanagement-Software wie Microsoft Project, Jira oder Asana bieten mittlerweile integrierte Risikomanagement-Funktionen. So ermöglichen sie dir, Risiken zu erfassen, zu bewerten und regelmäßig zu überwachen.

Spezielle Risikomanagement-Software für komplexe Projekte

Für ERP-Projekte mit hohen Risiken und komplexen Anforderungen sind spezialisierte Risikomanagement-Tools wie Active Risk Manager, RiskWatch oder SAP Risk Management unentbehrlich. Sie bieten erweiterte Funktionen für Risikoanalyse oder Risikomodellierung, die weit über die Standardfunktionen herkömmlicher Projektmanagement-Tools hinausgehen. Auch eine gängige GRC-Software kann wichtige Mehrwerte bieten, sodass diese gezielt zu den Anforderungen des Projektes eingesetzt werden.

Funktionen spezieller Risikomanagement-Software:

  • Erweiterte Analyse und Modellierung: Komplexe Funktionen zur Simulation von Risikoszenarien.
  • Konsolidierte Risikoberichte: Detaillierte Risikoberichte, die dein gesamtes Risikoportfolio übersichtlich darstellen.
  • Echtzeit-Überwachung: Dashboards bieten dir eine aktuelle Übersicht über das Risikoportfolio und deren Eintrittswahrscheinlichkeiten.

Mit diesen Tools kannst du dein ERP-Risikomanagement flexibel und detailliert gestalten und an die speziellen Anforderungen deines Projekts anpassen.

Weitere Tools für Echtzeit-Reporting und Risikoüberwachung

Moderne Monitoring-Tools wie Power BI oder Tableau ermöglichen Echtzeit-Reporting und eine datenbasierte Überwachung des Risikoportfolios, sodass du schnell auf Veränderungen reagieren kannst. Sie bieten dir Vorteile, wie:

  • Automatisiertes Reporting: Regelmäßige automatische Reports, die du schnell mit deinem Team teilen kannst. Übersichtlich gestaltete Dashboards, die alle relevanten Risikodaten auf einen Blick darstellen.
  • Integration in bestehende Systeme: Viele Tools lassen sich nahtlos in ERP- und Projektmanagement-Software integrieren.

Auswahlkriterien für die passende Risikomanagement-Software

Die Wahl der passenden Risikomanagement-Software hängt von den Anforderungen deines ERP-Projekts ab. Dabei sorgt eine fundierte Entscheidung dafür, dass die Software das Projekt unterstützt und Risikomanagementprozesse effektiv umsetzt.

Beim ERP-Consulting helfen Experten dir, die passende Risikomanagement-Software auszuwählen, die perfekt zu deinem Projekt passt. Auch der Aufbau der passenden Verantwortungsmatrix und das passende Projekt KPI´s gehören zu den Aufgaben eines erfahrenen ERP-Consultants.

Erfolgreiches Risikomanagement als Schlüssel zum Projekterfolg

Ein strukturiertes und vorausschauendes ERP-Risikomanagement ist essenziell für den Erfolg eines Projekts. Durch die frühzeitige Identifikation, Bewertung und Steuerung potenzieller Risiken können Verzögerungen, Budgetüberschreitungen und Qualitätsprobleme vermieden werden. Entscheidend sind dabei ein proaktiver Ansatz, eine starke Risikokultur im Team sowie die kontinuierliche Anpassung an neue Herausforderungen.

Der Einsatz bewährter Best Practices, eine enge Verzahnung mit der Projektsteuerung und moderne Technologien erleichtern den Umgang mit Risiken und erhöhen die Transparenz. Zudem sorgt eine offene Kommunikationskultur dafür, dass Risiken frühzeitig erkannt und effektiv adressiert werden.

Letztlich ist Risikomanagement keine einmalige Aufgabe, sondern ein fortlaufender Prozess, der das gesamte Projekt begleitet. Wer es als integralen Bestandteil des ERP-Projekts versteht, schafft die Basis für eine erfolgreiche Implementierung und langfristige Stabilität.

johannes

Über den Autor

Johannes Gorzawski ist Digitalberater und CEO der open next GmbH. Als Senior ERP Consultant führt er Unternehmen strategisch durch die Digitalisierung und strukturelle Modernisierung.

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