Wie eine ERP-Einführung erfolgreich verläuft

Die ERP-Einführung stellt für jedes Unternehmen einen bedeutenden Schritt in Richtung Effizienzsteigerung und Optimierung seiner Geschäftsprozesse. Eine strukturierte Vorgehensweise ist dabei unerlässlich, um die Herausforderungen zu bewältigen und die gewünschten Ziele zu erreichen. In diesem Blogbeitrag werde ich einen detaillierten Blick auf die verschiedenen Schritte der ERP-Einführung werfen und dir ein Referenzmodell für eine erfolgreiche Umsetzung präsentieren.

Die ERP-Einführung: Planung und Vorbereitung

Bedarfsanalyse und übergeordnete Bewertung

Der erste Schritt bei der ERP-Einführung stellt meine eingehende Analyse der aktuellen Situation deines Unternehmens dar. Dies beinhaltet die Bewertung der vorhandenen Fähigkeiten und die klare Definition der Erwartungshaltung. Dabei durchleuchte ich alle relevanten Aspekte deines Unternehmens, um eine ganzheitliche Sichtweise zu gewährleisten.

Erhebung einer fachlichen BPML oder übergeordneten Capability Mapping

Um die Geschäftsprozesse deines Unternehmens zu verstehen, ist im Zuge der ERP-Einführung die Erstellung einer Business Process Modeling Language (BPML) oder eines Capability Mappings von entscheidender Bedeutung. Dieser Schritt ermöglicht mir eine detaillierte Visualisierung und Bewertung aller geschäftsrelevanten Abläufe.

Anforderungsanalyse auf der fachlichen Ebene

Bei der Anforderungsanalyse konzentriere ich mich auf die fachlichen Aspekte deiner ERP-Einführung. Hierbei identifiziere ich die spezifischen Anforderungen und Bedürfnisse, um sicherzustellen, dass das neue System optimal auf die Anforderungen deines Unternehmens abgestimmt ist.

Erarbeitung des Zieldesigns 

Auf Grundlage der gesammelten Informationen erarbeite ich ein klares Zieldesign. Dieses bildet die Grundlage für meine weitere Planung sowie die Implementierung deines ERP-Systems.

ERP-Lastenheft oder visuelle Prozesslandkarte

Die Ergebnisse der vorangegangenen Schritte fließen in die Erstellung eines umfassenden ERP-Lastenhefts oder einer visuellen Prozesslandkarte ein. Diese Dokumente dienen bei der ERP-Einführung als Leitfaden für die Entwicklung und Auswahl des passenden ERP-Systems.

ERP-Anforderungskatalog

Basierend auf den identifizierten Anforderungen erstelle ich einen detaillierten ERP-Anforderungskatalog erstellt. Dieser bildet die Grundlage für die spätere Evaluierung potenzieller Softwareanbieter.

Auswahl des Anbieter Selektion

Die Auswahl des richtigen ERP-Anbieters ist ein entscheidender Schritt für das Gelingen der Implementierung eines ERP-Systems. Eine transparente Bewertungsmatrix, die auf den definierten Anforderungen basiert, hilft mir der objektiven Auswahl des besten Anbieters für die individuellen Bedürfnisse deines Unternehmens.

Bieterpräsentationen mit festem Rahmen

Um die Vergleichbarkeit der Angebote sicherzustellen, sollten Bieterpräsentationen nach einem festen Rahmen strukturiert sein. Dies ermöglicht eine effektive Evaluierung der vorgestellten Lösungen und erleichtert dir und mir die Entscheidungsfindung.

Integration der eigenen Mitarbeiter

Die Mitarbeiter sind ein essentieller Bestandteil des Erfolgs bei einer ERP-Einführung. Ihre Integration in den Prozess, insbesondere hinsichtlich der Bewertung der fachlichen Zielerreichung, gewährleistet Akzeptanz und eine erfolgreiche Implementierung.

Erhebung von Projektbudget

Die genaue Kalkulation des Projektbudgets ist entscheidend, um mögliche Kostenüberschreitungen zu vermeiden. Meine realistische Einschätzung aller Kosten, inklusive Schulungen und eventueller Anpassungen, ist unerlässlich.

Vertragsgestaltung

Der letzte Schritt vor der eigentlichen Umsetzung ist die sorgfältige Gestaltung des Vertrags mit dem ERP-Anbieter. Klare Vereinbarungen und eine transparente Kommunikation legen den Grundstein für eine erfolgreiche Zusammenarbeit.

Die ERP-Einführung: Projektumsetzung

Nach der erfolgreichen Planung und Vorbereitung geht es in die entscheidende Phase: die Projektumsetzung. Die 15 Punkte des im folgenden vorgestellten Referenzmodells spielen die entscheidende Rolle, um eine effiziente und erfolgreiche Implementierung des ERP-Systems zu gewährleisten.

Projektplanung

In diesem Schritt geht es um die Umsetzung des detaillierten Projektplans unter Berücksichtigung von Zeit, Ressourcen und Budget. Zusätzlich werden
Meilensteine und Verantwortlichkeiten eindeutig definiert.

Anforderungsanalyse

Bei der Anforderungsanalyse erfolgt die Überprüfung der Anforderungen, um sicherzustellen, dass diese während der Umsetzung angemessen berücksichtigt werden. Aber es gilt, eine gewisse Flexibilität für eventuelle Anpassungen im Laufe des Projekts zu bewahren.

Datenmigration

Hierbei geht es um die Planung und Durchführung einer umfassenden Datenmigration, um sicherzustellen, dass alle relevanten Daten korrekt und vollständig übertragen werden.

Anpassung und Konfiguration

In diesem Schritt werden Schnittstellen und Prozesse aneinandergepasst sowie das ERP-System gemäß den spezifischen Anforderungen des Unternehmens konfiguriert.

Integration

Hier erfolgt die sorgfältige Integration des ERP-Systems in die bestehende IT-Infrastruktur. Dies gewährleistet einen reibungslosen Datenaustausch zwischen denverschiedenen Systemen.

Benutzerschulungen

Um die Akzeptanz des neuen ERP-Systems zu gewährleisten, werden alle aktiven und passiven Nutzer des Unternehmens geschult. Entwicklung und Durchführung von Schulungsprogrammen für alle Benutzer.

Testen

Um Fehler frühzeitig zu identifizieren und zu beheben, werden alle Systemkomponenten umfassende Tests unterzogen. Außerdem werden reale Geschäftsszenarien simuliert, um die Systemleistung zu überprüfen.

Change Management

Um den Widerstand der Mitarbeiter gegen die Veränderungen im Geschäftsablauf zu minimieren, werden Change-Management-Strategien implementiert. Dazu gehören die aktive Kommunikation mit den Mitarbeitern sowie deren Unterstützung im Zuge des Veränderungsprozesses.

Risikomanagement

Unter diesem Punkt erfolgt die kontinuierliche Überwachung und Bewertung von Risiken während des Projekts sowie die.
Entwicklung von Lösungsstrategien für potenzielle Herausforderungen.

Dokumentation

Die Projektdokumentation wird kontinuierlich aktualisiert, um Änderungen und Entwicklungen festzuhalten. Zusätzlich erfolgen in diesem Schritt der Projektumsetzung die Erstellung von Handbüchern und Richtlinien für die zukünftige Nutzung und Wartung des ERP-Systems.

Kommunikation

Es erfolgt eine transparente und regelmäßige Kommunikation mit allen Stakeholdern. So wird ein offener Kommunikationskanal für Feedback und Fragen geschaffen.

Unterstützung und Wartung

Während und nach der Implementierung des neuen ERP-Systems wird für alle Benutzer ein kontinuierlicher Support zur Verfügung gestellt. Gleichzeitig wird ein Wartungsplan erstellt.

Leistungsüberwachung

Es werden Tools zur Überwachung der Systemleistung implementiert. Zusätzlich erfolgen regelmäßige Auswertungen von Kennzahlen, um die Effizienz sicherzustellen.

Feedbackmechanismen

Um Anregungen und Probleme zu erfassen, werden  Feedbackmechanismen für Benutzer eingerichtet, um eine kontinuierliche Verbesserung basierend auf dem erhaltenen Feedback zu gewährleisten.

Post-Implementierungs-Review

Nach der erfolgten Implementierung erfolgen umfassende Reviews. Dabei geht es um die Analyse von Erfolgen sowie Herausforderungen und möglichen Verbesserungsmöglichkeiten für zukünftige Projekte.

Fazit

Die Einführung eines ERP-Systems stellt für Unternehmen einen bedeutenden Schritt zur Effizienzsteigerung und Prozessoptimierung dar. Eine strukturierte Vorgehensweise wie zum Beispiel das hier vorgestellte Referenzmodell ist unerlässlich.

Die dargestellten 15 Schritte in der Projektumsetzung sind entscheidend für einen effizienten und erfolgreichen Prozess. Die Betonung der Beratungsfunktion als „Coach“ unterstreicht die Bedeutung, die Mitarbeiter durch den Prozess führen und fachlichen sowie technischen Input bieten.Durch eine gründliche Analyse, klare Planung und die Einbindung aller relevanten Stakeholder können Unternehmen sicherstellen, dass die ERP-Einführung zu einer nachhaltigen Optimierung ihrer Geschäftsprozesse führt.

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