Schnell wieder handlungsfähig mit der Post Merger Integration.

Die Krux in der Vorbereitung der PMI.

Handlungsfähig Mit Der Post Merger Integration
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Jede Fusion und Umstrukturierung bedeutet für das Unternehmen eine massive Störung des operativen Geschäfts. Das Ziel des Integrationsmanagements ist es, die Beeinträchtigung der Geschäftsfähigkeit während des Integrationsprozesses so kurz wie möglich zu halten und dabei die versprochenen Synergieziele zu erreichen. In der Planung und Durchführung von Mergers and Acquisitions wird die Planung der Post Merger Integration von vielen Unternehmen unterschätzt oder vernachlässigt. In den meisten Fällen liegt das aber weniger an einer grundsätzlichen Unterschätzung der Relevanz für den Erfolg der Transaktion. Stattdessen liegt der Grund meist in der schieren Komplexität des Vorhabens und dem scheinbaren Fehlen von genügend Informationen, die für einen detaillierten Integrationsplan notwendig wären. Um dennoch eine erfolgsversprechende Vorbereitung für die Post Merger Integration zu erarbeiten, sollte der Fokus auf dem Vorausdenken liegen. Auch wenn nicht jede Eventualität im Vorhinein sichtbar ist, so lassen sich dennoch eine Reihe von Aspekten ab dem Zeitpunkt vorausdenken, an dem man sich für ein bestimmtes Akquisitionsziel entschieden hat. Welche Integrationstiefe soll zum Beispiel angestrebt werden? Sollen die Unternehmen größtenteils unabhängig bleiben oder wird eine vollständige Verschmelzung angestrebt? Welche Synergiepotenziale gibt es und wie sollen diese erreicht werden? Auch die Prioritäten, die schnellstmöglich durchgeführt werden sollen, damit das Unternehmen handlungsfähig sein kann, können schon festgelegt werden. Denn die Fusionsstrategie kann zu diesem Zeitpunkt schon erarbeitet werden. Wenn das Unternehmen beschließt, die Unterstützung externer M&A Berater hinzuzuziehen, können Sie sich jetzt schon mit der Beraterauswahl befassen. Werden all diese Aspekte schon im Frühstadium von Mergers and Acquisitions behandelt, bildet das die Grundlage für eine klare Führung.

Fokus auf Handlungsfähigkeit durch die Post Merger Integration.

Es ist verführerisch, in der Phase der allgemeinen Veränderung auch noch schnell alles andere „mitzuerledigen“, das unter normalen Umständen vielleicht niemals durchsetzbar wäre. Widerstehen Sie! Denn für Mergers & Acquisitions und die Post Merger Integration benötigen sie alle verfügbaren Kräfte. In den wenigsten Fällen ist es empfehlenswert, die Situation mit zusätzlicher Komplexität aufzuladen. Denn der Fokus liegt darauf, das neue Unternehmen schnell wieder handlungs- und wettbewerbsfähig zu machen. Das Unternehmen ist in dieser Phase enorm angreifbar. Viele Unternehmen warten auf die Umstrukturierung eines Wettbewerbers, um davon zu profitieren. Versuchen Sie sich dementsprechend auf die richtigen Prioritäten zu konzentrieren und Vitalfunktionen zuerst wiederaufzubauen. Wirklich wichtig sind eigentlich nur drei Dinge: Die Eckpfeiler der Infrastruktur wie die zentralen IT-Systeme, die Zahlungsströme und die Ursachen dafür, also Wertschöpfungsketten vom Vertrieb über Produktion, Logistik und Servicefunktionen.

Struktur vor Kultur.

Gewohnheiten sind das Fundament der Kultur eines Unternehmens. Gewohnheiten sind schwer zu verändern und diese Veränderungen brauchen Zeit. Somit sollte die Unternehmenskultur nicht der erste Schritt sein, wenn es darum geht, schnelle Transformation herbeizuführen. Strukturen lassen sich dagegen wesentlich leichter und schneller verändern. Auch wenn sich die Unternehmenskultur nicht zurückstellen lässt, lohnt es sich, zunächst den Fokus auf die Strukturveränderung zu legen. Das schafft die Tatsachen, an denen sich die Mitarbeiter orientieren können und reduziert damit Unsicherheit. Sind strukturelle Entscheidungen, wie Stellenbesetzungen und Aufbauorganisation getroffen und umgesetzt, kann die Unternehmenskultur den Fakten folgen. Damit das gelingen kann, muss die Kommunikation allerdings eine Top-Priorität haben. Die Abwesenheit von Informationen wird erfahrungsgemäß mit Spekulationen und Gerüchten ausgeglichen. Diese schüren Ängste, Verunsicherungen und Orientierungslosigkeit. Wenn sie hingegen offen und intensiv mit der Belegschaft kommunizieren, werden Potenziale sichtbar und die Mitarbeiter können als proaktive Treiber der Post Merger Integration mitwirken.

 

Drei Fragen zur Post Merger Integration.

Auch wenn vor der Durchführung von Mergers and Acquisitions viele Details noch nicht bekannt sind, können einige Aspekte schon geplant werden um eine strukturierte Führung für den Post Merger Integration Prozess vorzubereiten. Integrationstiefe, Synergiepotenziale, Beraterauswahl und die Fusionsstrategie sind Beispiele für Bereiche, die schon vor der Vertragsunterzeichnung durchdacht werden können. Besonders lohnenswert ist es, schon zu diesem Zeitpunkt zu definieren, welche Prioritäten für die schnelle Handlungsfähigkeit als neues Unternehmen besonders relevant sind.

Durch die Angreifbarkeit in der Phase der Post Merger Integration sollte der Fokus auf den handlungsrelevanten Vitalfunktionen des Unternehmens liegen. Für die meisten Unternehmen sind die zentralen Funktionen, die schnellstmöglich wieder in der Post Merger Integration aufgebaut werden sollten, die Infrastruktur, die Zahlungsströme und die Wertschöpfungskette.

Der Schlüsselbegriff für die Integration der Mitarbeiter in den Post Merger Integrations Prozess ist die Kommunikation der bevorstehenden Veränderungen. Um dem Anspruch einer schnellen Umstrukturierung gerecht zu werden, sollten zwar zunächst die Strukturen des Unternehmens verändert werden, doch diese Veränderungen müssen transparent kommuniziert werden. Sind die neuen Perspektiven und Möglichkeiten der Belegschaft bekannt, können sie sich an den neuen Gegebenheiten orientieren und werden zum treibenden Faktor der nachhaltigen Veränderung.